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Mit Apnoe in den Urlaub....
von Thomas Egger und Markus Bedynek
Fotos Dieter Baumann
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Vor etwa zwei Jahren entdeckten wir als Gerätetaucher
ein gewisses Interesse am Schnorcheltauchen. Nach einigen Ausflügen
stand für uns fest:
Wir müssen einen Apnoekurs machen um unsere Fähigkeiten
zu verbessern.
Nach intensiver Recherche war für uns klar, es muss ein Kurs
bei Dieter Baumann sein.
Nach dem * & ** Freediver-Kurs folgte gleich der Apnoe-Fotokurs
der uns in die Unterwasserfotografie einführte. Da wir uns
mit Dieter privat sehr gut verstanden, besuchte er uns danach,
um an einem verlängerten Wochenende in Kärnten mit uns
die lokalen Seen zu betauchen. Da dieses Wochenende für alle
einfach nur schön war, überlegten wir, im nächsten
Jahr einen gemeinsamen Tauchurlaub in Kroatien zu machen. Doch
zuerst absolvierten wir den *** Freediver-Kurs, um im Meer einigermaßen
mit Dieter mithalten zu können. Dieter organisierte in Absprache
mit uns diesen Urlaub und so ging es im September 2007 endlich
los.
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Da Dieter seine guten Tauchplätze geheim
hält und man diese erst beim Besuch derselben kennen lernt,
lassen wir genauere Ortsbeschreibungen aus. Unser erster Tag soll
mit einem lockeren Eingewöhnungstauchgang beginnen und wir
fahren über eine Schotterstraße zu einer abgeschiedenen
Bucht. Dort tauchen wir im flachen Uferbereich und können
mehrere Barbenschwärme beobachten. Diese Fische durchwühlen
bei der Suche nach Futter den sandigen Untergrund mit ihren Barteln.
Da sie meistens sehr auf ihre Futtersuche konzentriert sind, können
wir sie ganz aus der Nähe betrachten. Wir sehen auch einige
große Exemplare von Grundeln, wie sie perfekt getarnt am
Meeresboden zwischen den Steinen liegen. Leider war das Meer durch
die Regenfälle der Vortage sehr trübe, und so war es
eine Kunst ein paar brauchbare Bilder zu machen.
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Der nächste Tag beginnt schon um 7:30,
das schöne Wetter und die ruhige See müssen ausgenutzt
werden. Das Umziehen ist sofort zur Routine geworden, und wir
sind dementsprechend schnell im Wasser. Heute betauchen wir ein
neues Gebiet und wir versuchen uns an die Fische heranzuschleichen,
um sie zu beobachten und photographieren zu können. Unser
Ausflug führt uns in eine mit großen und kleinen Felsen
übersäte Unterwasserlandschaft. Die Sichtweite ist fantastisch
und es gibt genügend Möglichkeiten um verschiedenste
Fischarten zu beobachten und Dieters Tricks anzuwenden. Erstaunlich,
wenn einem die Fische direkt vor der Taucherbrille herumtanzen.
Barben, Lippfische, Äschen, Zweibindenbrassen, Spitzbrassen
und Drachenköpfe haben wir auch schon bei Gerätetauchgängen
gesehen, aber wir sind ihnen noch nie so nahe gekommen wie heute.
Unser Highlight heute waren jedoch zwei daumendicke Muränen,
die wir in Kroatien noch nie beobachten konnten. Diese kleinen
Monster führen sich genauso auf, wie ihre oberschenkeldicken
Verwandten im Roten Meer. Revierverteidigend wagen sie sich kurzzeitig
aus ihren Höhlen und beobachten genau jede unserer Bewegungen.
Glücklich und erschöpft verlassen wir bereits um 15
Uhr das Wasser, denn wir wollen heute in aller Ruhe die kulinarischen
Spezialitäten des lokalen Restaurants testen gehen.
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Heute besuchen wir einen weiteren neuen Tauchplatz,
aber etwas abseits der von Touristen bevölkerten Strände.
Der Weg dorthin führt über eine Schotterstraße,
die gerade noch befahrbar ist, und so dauert es von der Hauptstrasse
gute 25 Minuten bis wir in einer verlassenen Bucht mit drei Häusern
und einem kleinen Hafen für einheimische Fischerboote ankommen.
Nach einer kurzen Besprechung gehen wir ins Wasser und kommen
in eine von Tauchern völlig unberührte Welt. Schöne
Felsformationen und ausgedehnte Seegraswiesen bieten viele Versteckmöglichkeiten
für Meereslebewesen. Am Ende unserer Tour kommen wir vor
dem Hafen an einem alten Haus vorbei und treffen einen Schwarm
junger Branzinos, ausgewachsen ein beliebter Speisefisch, der
es sich bei einer alten Betonplatte heimisch gemacht hat. Zwar
ist das Wasser im Uferbereich stark erwärmt und daher etwas
milchig, aber die Lichtverhältnisse passen und so versuchen
wir uns für ein paar Fotos in Pose zu bringen. Zu unserem
Glück spielen die Fische auch mit und gesellen sich zu uns.
Ganz nahe ziehen sie vor unseren Brillen ihre Kreise und beobachten
uns, die komischen Fische. Was die sich von uns bloß
gedacht haben? Ungefähr eine halbe Stunde können wir
die Anwesenheit des Schwarms genießen, bis dieser sich mit
ein paar Flossenschlägen in Richtung Seegras verabschiedet.
So geht ein weiterer Tag nach 7 Stunden im Wasser zu Ende. Erschöpft,
aber durch die Begegnung mit den Fischen erfreut, packen wir für
heute unsere Sachen und fahren in unser Quartier.
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Urlaubsmitte. Tauchfreier Tag. Heute wird erst
um 9.30 Uhr aufgestanden. Am Programm steht die Besichtigung und
Erkundung der Insel. Also gut gefrühstückt und los gehts.
Mit dem Auto fahren wir in die nächste große Stadt und
besichtigen den Hafen mit den teuren Jachten. Ein Eis zur Abkühlung
zwischendurch, Schlendern durch die engen historischen Gassen und
der Besuch des lokalen Tauchshops runden die Stadtbesichtigung ab.
Danach machen wir noch einen kleinen Inseltrip auf der Suche nach
einer entlegenen Bucht, die wir in den nächsten Tagen noch
taucherisch erkunden können.
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Erholt fahren wir unseren nächsten Tauchplatz
an und sind gespannt was uns heute erwartet. Am Meeresgrund verstreut
sehen wir große Felsblöcke und Dieter kann einige Babyexemplare
von Drachenköpfen sichten. Sofort beginnen wir mit der Suche
nach ihnen. Diese Fische verstecken sich bevorzugt unter Felsen
oder in Spalten. Nach kurzer Suche werden wir fündig und entdecken
ein schönes Exemplar ruhend auf einem Stein. Die am Unterkinn
herabhängenden Hautlappen verraten, dass es sich um die große
rote Art, zu Deutsch auch Meersau, handelt. Mit viel Geduld gelingt
es uns, ihm ganz nahe zu kommen, um ihn zu betrachten. Doch auch
er liebt die Ruhe und so verkriecht er sich bald in einer großen
Felsspalte. Im Laufe unseres Ausflugs finden wir noch mehrere Drachenköpfe.
Anfangs sitzen sie immer bewegungslos da, wird unser Interesse an
ihnen zu intensiv, quittieren sie das aber mit sofortigem Platzwechsel.
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Am heutigen Tag besuchen wir die Bucht, die wir
an unserem Ruhetag gefunden haben. Der Einstieg ins Wasser gestaltet
sich als etwas schwieriger, da er nur durch einen längeren
Fußmarsch zu erreichen ist. Doch solche Anstrengungen nimmt
man in Anbetracht der Schönheit der Bucht gerne in Kauf.
Unsere Bemühungen wurden jedoch unter Wasser sofort entschädigt.
Tiefe Furchen zwischen aufgestellten Platten ziehen vom Fels über
Wasser in die Tiefe und bieten reichlich Lebensraum für Unterwasserlebewesen.
Teilweise kann man in sie hineintauchen um den Grund der Spalten
genauer zu betrachten. Als wir in einen kleinen Hafen der einheimischen
Fischer kommen, finden wir am Meeresgrund einen historischen Anker,
der für die dort liegenden Fischerboote überdimensioniert
ist. Welches Schiff mag den abgelegt haben? Und wann? Diese Fragen
werden uns noch länger beschäftigen und nach einem langen,
aber schönen Tag, verlassen wir das Wasser.
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Unser letzter Tag hat begonnen und wir können
es kaum erwarten noch einmal ins Wasser zu kommen. Die heutige Tour
wird aber etwas kürzer ausfallen, da wir am Abend noch packen
müssen. Am Beginn schwimmen wir im Seichten über ein Feld
großer Steinbrocken, die stark mit Pflanzen bewachsen sind
und ein tolles Panorama bilden. Als wir schon wieder am Rückweg
sind, sehen wir unter einem Stein einen Fangarm hervorschauen. Bei
genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass es ein Oktopus ist,
der sich vor uns verstecken wollte. Doch der Felsen, den er sich
ausgesucht hat, ist nicht groß genug. So gelingt es uns, ihn
behutsam heraus zu locken und ihn auf unseren Arm zu nehmen. Bis
auf ein wenig Tinte ist er nicht aus der Ruhe zu bringen und er
betrachtet uns genauso neugierig wie wir ihn. Erkundend gleitet
er auf seiner neuen Sitzgelegenheit hin und her und tastet mit seinen
acht Armen alles ab. Nach ein paar Fotos wird es ihm aber doch zu
bunt und mit einem kräftigen Tintenstoß verlässt
er uns fluchtartig. So geht auch unser letzter Tauchtag mit schönen
Eindrücken zu Ende.
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Die Rückreise ist erfüllt mit Gesprächen
über die tollen Erlebnisse der letzten Woche und mit ein bisschen
Wehmut nähert man sich der Heimat. Schon bald hat die Diskussion
einen bestimmten Punkt erreicht, nächstes Jahr wieder, aber
wann wo wie, ja darüber werden wir uns noch einigen
müssen.
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| Alle Bilder Copyright Dieter Baumann
- keine Verwendung ohne schriftliche Genehmigung |
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