Kroatien Mai 2013 – Teil 3 – ein Rückblick

Nach meinen 12 Stunden Tag im Wasser habe ich erst einmal ausgiebig geschlafen.. 😉

Von meinem Quartier aus habe ich extrem schlechte Verbindung ins Netz, FaceBook ging manchmal, dann wieder auch nicht, was auf keinen Fall ging war meine Mails zu schicken, die Verbindung war einfach zu lausig…, also 25km auf in die nächste Stadt um ein vernünftiges WLan zu finden, Emails verschickt, zwei Cappuccino und schon war es 15:00.

Zurück zum Quartier, das Meer war nach dem gestrigen Unwetter extrem ruhig, also endlich mal die Kamera mit dem Makro ausführen, und einfach ein paar Dinge ausprobieren.

Letztendlich begann es langsam dunkel zu werden, da schwimmt doch glatt eine kleine Sepia heran und ist bereit als Model zu fungieren.
Die Batterieanzeige ist schon einige Zeit auf niedrig aber ich kann noch ein paar sehr gute Aufnahmen machen bevor sich die Kamera letztendlich ganz ausschaltet.
Gut ist ja eh schon fast dunkel – alles perfekt…

Ich schwimme Richtung Heimatpier als ich in 1 Meter Wassertiefe eine Languste die über den Sand marschiert, entdecke.
Was mir in den ersten Augenblicken durch den Kopf geht ist hier so nicht wiederzugeben…

Mein Gehirn rotiert, was machen, was machen, die Kamera in der Hand und der Akku ist leer (der sonst aber immer zufriedenstellend lange genug durchhält) Ein und ausschalten bringt nichts, die Kamera verweigert ihren Dienst…

Eigentlich ist es ja schon ein Privileg eine Languste beim Freitauchen überhaupt zu sehen, speziell hier in Kroatien und in dieser Tiefe, aber ich möchte jetzt auch unbedingt ein – nein – DAS Foto machen.
Mein Gehirn arbeitet auf Hochtouren, Das Makro ist für das Foto welches sich bei mir sofort im Kopf bildet nicht so gut geeignet, die Sandfläche soll unbedingt eine tragende Rolle spielen.

Okay, ich WILL das Foto unbedingt haben.

Keine internen Diskussionen mehr – raus aus dem Wasser. Komplettes Equipment ausgezogen, das könnte ich für die doch große Umbauarbeit am Gehäuse nicht am Körper gebrauchen, die Chance das von irgendwo her dann Salzwasser eindringt ist zu hoch, und ab aufs Zimmer. Schnell geduscht um alles Salz los zu werden, auf geht’s.

Port auf Dom gewechselt, Objektiv auf Fisheye, neuer Akku, Aufsatzlampe zum Scharfstellen für den Autofokus am Gehäuse montiert, Gehäuse zusammenbauen und dauernd eine quälende Frage: Was macht eine Languste eigentlich so, bleibt die ungefähr am selben Platz oder ist die eh bereits irgendwohin unauffindbar verschwunden??

Zurück zum Wasser, meine Vermieterin die ich am Weg dahin treffe schaut mich leicht verwundert an, ich deute auf die Kamera und sage nur Foto…, sie schüttelt den Kopf und meint irgendwas wie multo amore mare…

Anzug anziehen – nein – keine Zeit, es gibt nur ganz schwaches Restlicht, muss skin diving auch gehen und hin zu der Stelle wo die Languste vorher war…

Ich bete alles runter was mir gerade einfällt und hoffe das sie noch da ist…, nicht weit davon entfernt finde ich sie lustig auf und abmarschierend – der Rest ist im Bild festgehalten…